Anthroposophie

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Der Begriff "Anthroposophie" kommt aus dem griechischen und bedeutet "Menschenweisheit". Speziell die anthroposophische Medizin versteht sich nicht als Gegensatz zur naturwissenschaftlichen Medizin, sondern als deren geisteswissenschaftliche Erweiterung. Anthroposophische Ärzte lehnen daher Standardtherapien nicht ab, sondern versuchen sie durch spezielle anthroposophische Methoden und Arzneistoffe zu ergänzen. Krankheiten entstehen nach Ansicht der Anthroposophen aus einem Ungleichgewicht von vier, den Menschen prägenden Wesensgliedern:

  • dem physischen Leib (mineralische Grundlage)
  • dem Ätherleib (Grundlage des Lebendigen)
  • dem Astralleib (Grundlage der Empfindungen)
  • der Ich-Organisation (Grundlage des individuellen Geistes)

Zur Heilung dienen tierische, pflanzliche sowie mineralische Substanzen. Nach anthroposophischen Vorstellungen wirken sie nicht durch ihre Inhaltsstoffe. Viel entscheidender sei ihre Wesensart und die sie kennzeichnende Dynamik.
 
Diese Dynamik erhalten die Stoffe oftmals erst durch spezielle Herstellungsverfahren. Metalle müssen z.B. zunächst durch Pflanzen aufgeschlossen werden, bevor sie eine Heilwirkung entfalten können. Dazu werden Metallsalze den Böden zugesetzt, in denen die Heilpflanzen wachsen. 
 
Führende Hersteller von anthroposophischen Arzneimitteln und Kosmetika sind die im „Ländle“ ansässige WALA (Bad Boll) verbunden mit DR. HAUSCHKA und die WELEDA (Stammsitz: Schwäbisch Gmünd). 
Die Ernährungsweise ist ein weiterer Kernpunkt. Im Zentrum steht eine vegetarische Kost unter Einbeziehung von Milch- und Eiprodukten.